Wir sind ein Villinger Fasnet-Verein mit ca. 100 Mitgliedern.

Angefangen hat es zu Beginn der 80er Jahre, als erstmals drei „Hansele“ von unserer Sorte einfach mal hier und da an den hohen Tagen aufgetaucht sind.

Im Jahre 1984 wurde es dann Ernst, und der Verein wurde ins Vereinsregister eingetragen.

Die Figur des Schindel-Hansel zählt zu den im schwäbisch-alemannischen Raum weit verbreiteten „Fleckle-Häs“. Der Name setzt sich zusammen aus den Begriffen: Schindel = blauweiße Filzfleckle und Hansel = bezeichnet jemanden, der nicht ganz für ernst genommen wird (oder werden möchte) und umher springt und demnach ein Narr ist.

Auf der Brust trägt unser Hansel einen roten Adler, der ein Symbol der vorderösterreichischen Geschichte Villingens ist und der wie die Farben des Häs sich in den Stadtfarben wiederfindet.

Der rote Kragen, ein aus 12m gestärktem, gefaltetem und gefassten Leinenstoff bestehend, soll dem Hansel trotzdem eine gewisse Würde verleihen.

Der obligatorische Fuchsschwanz steht für die Narrenfreiheit, was bedeutet, anderen einen Spiegel vorzuhalten oder Dinge zu tun und zu sagen, die „kein Narr“ sonst tun oder sagen würde.

Hierzu zählt auch das Strählen (jemanden durch den Kakao zu ziehen oder einen sprachlich schelmischen Schlagabtausch zu führen).

Die am Häs angebrachten Glöckchen und das Schlagen der Karbatsche ist ein aus dem Mittelalter stammender Brauch zur Vertreibung des Winters..

Aber wir treiben nicht nur an der Fasnet die bösen Geister aus, auch unter dem Jahr sind wir recht aktiv, z.B. beim Weingeist austreiben, auf Sommerfesten, Maiwanderungen, Karbatschentraining, gesellige Abenden, usw.

Unser Ruf an der Fasnet lautet:

 

„Schindel >>> Hansel“

 

                       „Schind >>> Luader“

 

                                        „Schind >>> Märre“